Polizei


Zunächst möchte ich klarstellen,   daß ich  im allgemeinen gewiß nichts gegen die Polizei oder Polizisten habe. Das ergibt sich schon daraus - in diesem Zusammenhang muß ich es einmal sagen - daß ich selber 30 Jahre lang - seid meinem 17. Lebensjahr - bei der Polizei war. Wegen eines schweren privaten Autounfalles wurde ich vorzeitig pensioniert. Es gehört zwar nicht hierher, aber bei der Gelegebnheit..ich hatte bisher in meinem Leben drei schwere Autounfälle, in allen drei Fällen saß ich nicht selbst am Steuer....die beiden ersten ließen mich völlig unbeschädigt, der drtitte zermatschte mein rechtes Fußgelenk. Man sieht den Schuster wieder zu den Leisten flitzen....

Ich will mich bemühen, hier auch nur die Fakten zu schildern, wie sie sich aus meiner Sicht darstellen. Das Jugendamt hatte die Polizei um Amtshilfe gebeten.  Es war grade mit der Vormundschaft beauftragt worden, es muß also August 2004 gewesen sein. Dazu sollte man wissen, daß es beim Jugendamt eine eigene Abteilung gibt, die für Vormundschaftssachen zuständig ist. Das Ersuchen an die Polizei hatte noch die ursprüngliche Sachbearbeiterin gestellt. Diese verständigte uns dann auch von dem Termin. Ich fragte sie gleich, ob ich denn bei dem Gespräch dabei sein könne. Dafür hatte ich gute Gründe.  Da ich ständig mit David zusammen war, kannte ich natürlich die Details seiner Geschichte am besten und hatte mir auf Grund meiner beruflichen Erfahrung schon zurechtgelegt, welche Punkte man wie am Besten klären könnte. Die Sachbearbeiterin des Jugendamtes meinte, sie glaube nicht, daß das möglich sei, darauf habe sie auch keinen Einfluß. Wir verabredeten dann, uns kurz vor dem Termin vor der Polizeidienststelle in Hanau zu treffen. Von der Vormundschaftsabteilung kam dann eine sehr junge Frau, grade mal so Anfang 20.  Die eigentlich für David zuständige Sachbearbeiterin bei der Abteilung sei noch im Urlaub wurde uns gesagt. Diese Frau, die ja schließlich als offizielle Vertreterin für David auftrat, quasi als "Elternersatz", hatte von dem ganzen Sachverhalt überhaupt keine Ahnung und - natürlich - auch keinerlei  Beziehung zu David.
David war etwas unruhig."..was will denn die Polizei von mir...?"

Ich hatte ihm schon erklärt, daß sie halt die notwendigen Ermittlungen besser durchführen könne, als das Jugendamt und daß ja auch geprüft werden müsse, ob er nicht vermißt gemeldet sei. Er müsse also damit rechnen, daß man ihn fotografiere und vielleicht auch seine Fingerabdrücke nehme. Die bisher zuständige Sachbearbeiterin erklärte auf David`s Frage, er solle sich keine Sorgen machen, man werde ihm nur ein paar ganz harmlose Fragen stellen.

Wir tauchten dann also zu viert bei der Sachbearbeiterin bei der Polizei auf. Die erste Frage war..."Was wollen Sie denn alle hier...??"
Die eine Dame des Jugendamtes erklärte, daß das Gespräch auf ihre Veranlassung hin stattfinde, stellte die andere Dame als David´s gesetzlichen Vertreter vor und " das ist Herr Mecklenburg".  Aus der Art  war sofort zu schließen, daß schon ein Gespräch über mich stattgefunden haben mußte. Die Kriminalbeamtin erklärte, zu mir gewandt.."na Sie können gleich wieder gehen, die Anderen können hereinkommen". Es war im vierten oder fünften Stock und unten in der Eingangshalle gibt es keine Sitzmöglichkeit. Ich fragte daher, ob es nicht vielleicht möglich sei, mir einen Stuhl in den Flur zu stellen, da ich etwas gehbehindert sei. "Das ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich, Sie können unten warten".  Der Ton war alles andere als höflich; ich verzichtete auf jedes weitere Wort und fuhr mit dem Fahrstuhl wieder nach unten.

Nach etwas über einer Stunde - glaube ich - kamen dann alle wieder nach unten.  David machte einen ziemlich geschafften Eindruck.
Weißt Du, was die zu mir gesagt hat, platzte  er im Auto gleich los...das sei doch nicht normal, was denn so ein alter Mann von so einem jungen Kerl wolle....überhaupt habe die ihm kein Wort geglaubt.  Schließlich habe  er einfach gehen wollen und zu ihr gesagt, , wozu das alles, wenn Sie mir sowieso nicht glauben. Weißt Du was die gesagt hat...ich kann Dir auch Handschellen anlegen , Dich festnehmen und Du kommst ins Heim....Er habe ihr begreiflich zu machen versucht, daß ich für ihn wie ein Vater sei....der kann gar nicht Dein Vater sein, war die Antwort. Was denn seine gesetzliche Vertreterin dazu gesagt habe, als die Kriminalbeamtin ihm mit Handschellen und Festnahme drohte...gar nichts meinte er, die haben gar nichts gesagt.

Sehr viel Wind und - wie sich jetzt herausstellt - bedauerlich wenig Substanz. Ich habe meinen Ärger heruntergeschluckt und bin zur Tagesordnung übergegangen. Aber eines ist auch klar - von einer möglichen Zusammenarbeit mit der Polizei konnte keine Rede mehr sein. Von irgendwelchen Ermittlungsergebnissen habe ich nie etwas gehört und David auch nicht. Das Jugendamt erklärte wiederholt, auch nichts zu wissen. Ich gehe mal davon aus, wenn es etwas für David negatives gegeben hätte, hätten wir es bestimmt erfahren.

Jetzt wird wohl der Vorgang wieder bei der Kriminalbeamtin in Hanau liegen, via Regierungspräsidium . siehe unter Das Problem.
Ich hoffe nur, daß das nicht wieder ein Problem sein wird. Wie bereits gesagt, hatte ich ja bei der Dienststelle angerufen, erklärt daß ich nun Vormund sei und man versprach mir einen Rückruf.....

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