Die Hessische Hundeverordnung und ich

Seid Bonnie da ist..also etwa 2000...bin ich ja nun direkt Betroffener dieser Verordnung. Bis zu ihrer aktuellen Fassung aus dem Jaher 2003 gab es mehrere Veränderungen, meist auf Grund modifizierender Gerihctsurteile. Dies alles nach zu vollziehen, wäre müssig. Geblieben ist die Rasseliste, wohl eine Konzession an die Verwaltung, um den "Gafahrenverdacht" zu erleichtern. Diese wurde inzwischen ja auch mehrfach von den Gerichten bestätigt. Das spricht zwar nicht für den Sachverstand der Herren in schwarz, aber es ist auch müssig, darüber zu lamentieren.

Sie stellt eigentlich mehr ein grundsätzliches Ärgernis dar, mit dem man aber leben kann, da die Wesensprüfung und die damit verbundene „Widerlegung der Gefahrenvermutung“ den betroffenen Hunden einen ausreichenden Raum zum hundegerechten Leben läßt. Irgendwann habe ich zwar mal mal gelernt, Gesetze und Verordnungen dürften nicht den Zweck verfolgen, der Verwaltung die Arbeit zu erleichtern...und so wurde ja argumentiert, diese Listen seien erforderlich, um der Verwaltung ein „griffiges“ Instrument in die Hand zu geben...naja.... Weniger Angenehm sind einige Passagen dieser Verordnung, die aber vor allem ein Ärgernis für die betroffenen Halter darstellen.

Nach wie vor unhaltbar finde ich, daß man alle zwei Jahre mit einem Hund zur Wesensprüfung muss, bei welchem nur auf Grund seiner Rasse eine Gefährlichkeit "vermutet" wird, der aber eben doch schon durch die Wesensprüfung nachgewiesen hat, daß er es nicht ist. Hinzu kommt ja noch, daß man als Halter eine Sachkundeprüfung abzulegen hat und auch seine besondere Zuverlässigkeit nachweisen muss. Da stellt sich doch die Frage, wodurch sich das Wesen eines Hundes im Laufe von zwei Jahren geändert haben sollte, bei einem derart überprüften Gespann....???

Andere gefährliche Hunde kennt diese Vorschrift auch. Es sind solche, die bereits im Verhalten auffällig geworden sind - unabhängig von allen Rasselisten. Diese müssen allerdings nur alle vier Jahre einen Test machen. Das verstehe, wer will. Ich halte in diesem Fall die Frist von vier Jahren durchaus für gerechtfertigt, zumal die Verwaltung ja bei erneuter Auffälligkeit weitere Maßnahmen sowieso treffen kann. Wenn überhaupt, dann sollte aber diese Frist auch für die Rasselistenhunde gelten, die ja ohne irgendein konkret vorliegenden Anhaltspunkt pauschal verdächtigt werden. Bei den nicht unerheblichen Kosten für diesen Test (145.-- EURO) wird dann jedesmal noch eine gesalzene Verwaltungsgebühr für die Verlängerung der Erlaubnis fällig (100 EURO !!). Also, jedenfalls nach meiner Meinung ist das nichts anderes als eine unverschämte Geldschneiderei. Aber ich will nichts gesagt haben, ich muß ja noch froh sein, daß es in Hanau - vielleicht noch - keine spezielle Steuer für Listenhunde gibt.



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