Alex



Ich bin immer eigentlich ein Camping-Fan gewesen. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die jedes Jahr Urlaub machen..möglichst noch mehrmals. Ich gehöre auch nicht zu den Leuten, die regelmäßig zur Kur fahren.
Die dreißig Jahre lang bei der Polizei habe ich mir - David würde sagen - den Arsch aufgerissen. Ich will mich beileibe nicht deswegen beschweren. Ich wollte es so. Mein Beruf war mein Leben...nicht das Ganze, aber jedenfalls ein sehr sehr wichtiger Teil...und zu der Zeit füllte er mein Leben auch völlig aus
Bis ins Jahr 2003 war ich eigentlich noch nie in einer Kur. Urlaub hatte ich seid mindestens zwanzig Jahren keinen mehr gemacht- und das, obwohl ich schon seid zehn Jahren pensioniert war. Die Gründe würden ein eigenes Buch füllen, zumindest für die Zeit nach mener Pensionierung bis so 2000. Aber dann hatte ich ja auch die zwei Hunde. Und davor hatte ich sechs Jahre lang Erda, bis sie starb...siehe Einleitung Das ist nicht so einfach, was macht man mit denen? Jedenfalls also zählte ich zwei und zwei zusammen. Du willst mal wieder richtig Urlaub machen. Du brauchst auch mal eine Kur - meine Gehwerkzeuge machten mir ziemlich zu schaffen. Du willst Deine Hunde mitnehmen, du hast Internet und du liebst Camping....nicht mehr im Zelt natürlich, es sollte schon ein Wohnwagen sein. Aber bezüglich Wohnwagen war ich ein totaler Neuling..und das ist ein Thema, kann ich Ihnen sagen, eines eigenen Studiums wert .
Sechs Wochen - wenn schon denn schon  .-  aber so ein Wohnwagen kostet eine Kleinigkeit. Am Besten erst mal mieten, nur um zu sehen, wie es ist - Naivling, der ich war.
"Einen Wohnwagen wollen sie mieten...kein Problerm..das billigste was wir haben, kostet pro Tag 35 Euro.....grübel.....rechen...für sechs Wochen..42 Tage...42X35...das sind -mir stockte der Atem - fast 1500 Euro...dafür kann ich auch in ein Hotel gehen, wenn man mal die noch zusätzlich notwenidigen Kosten mit rechnet, wie z.B. die Platzgebühr...ein Wohnwagen, ein Auto, eine Person und - last but not least - zwei Hunde, nochmal 20 Euro pro Tag.. Von Verpflegungskosten will ich gar nicht reden. Mal ganz abgesehen davon, daß ich mir diesen Wohnwagen für 35 Euro am Tag mal so anschaute und mich dann fragte, wo ich denn meine Hunde unterbringen solle....er war zwar neu, aber winzig.
Nee, nich mit mir, sagte ich mir und schaute mal bei Ebay nach. Und da fand ich dann  einen - nein viele - aber einen, der mir zusagte. Zwar 28 Jahre alt, von einem Handwerksbetrieb aus Wiesbaden.  1000 Euro sollte der Kosten. Ich dachte mir - wenns Dir nicht gefällt, kannste ihn ja wieder verkaufen - jedenfalls viel billiger als mieten. Ich will es nicht wieter ausdehnen, jedenfalls habe ich mir den gekauft und nach der Reparatur von ein paar wirklichen Kleinigkeiten bekam ich ihn auch sofort über den TÜV und die Gasprüfung. Für die Fachlaute ..es war ein 4,50m Bürstner, technisch völlig intakt, und Innen sogar neu ausgebaut. Von außen sah er ein wenig vergammelt aus. Er war da in einem Hinterhof abgestellte gewesen, nur teilweise überdacht. Der Besitzer war Inhaber einer Schreinerei - deswegen auch der Innenausbau. Außerdem war er Formel 1 Freak. Er benutzte den Wohnwagen dazu, zu entsprechenden Rennen zu fahren. Jetzt brauchte er aber den Platz im Hof für seine Schreinerei.

Die nächste Frage war..wohin....nicht jeder Campingplatz nimmt Hunde und Kur wollte ich ja auch machen Am liebsten wäre mir der Bodensee gewesen..das ist gewissermaßen meine zweite Heimat....aber die sind nicht sehr Hundefreundlich. Aber Internet - und wozu bin ich seid dreißig Jahren im ADAC..??
Und so kam ich zur "Kur-Camping-Galerie" in Bad Rothenfelde, mehrfach als ADAC - Spitzenplatz ausgezeichnet, mit eigenen Kuranwendungen am PLatz und sogar - das faszinierte mich völlig -mit einem eigenen Hundespielplatz. Bad Rothenfelde - für die nicht eingeweihten - liegt am Rande des Teutoburger Waldes, zwischen Bielefeld und Osnabrück.

Nach vier Wochen gefiel es mir da so gut, daß ich mich entschloß,  dort einen Dauerplatz zu mieten. Ich war gerade auf meinem Dauerplatz angekommen - es bedurfte dazu eines internen Umzuges, da der Stellplatz, den ich bisher hatte, nicht für Dauergäste vorgesehen war -  hatte mich eingerichtet und saß gemütlich in meinem Vorzelt und sah fern....da wurde ich durch laute Stimmen in der Nachbarschaft gestört...."ich steig nicht aus....Du hast mir gar nichts zu sagen....Du bist nicht meine Mutter". Ich war nicht in der Stimmung, mich darum zu kümmern und schaute weiter meinen Film, die Hunde lagen faul im Wohnwagen und pennten. Später setzte ich mich dann nach draußen, die Hunde wollten natürlich mit und wurden beide - wie immer - an langen Leinen auf dem Vorplatz angeleint.  Ich sah, daß so schräg gegenüber offenbar neue Nachbarn angekommen waren, mit drei Zelten und einem Opel Zafira. und auch einem Hund, so eine Art Collie - man beäugte sich natürlich hundeseitig gleich mißtrauisch und als die neuen Nachbarn dann aufbrachen und - ich weiß nicht wohin - gehen wollten und an unserem Platz vorbeikamen, da wurden sie natürlich erst mal tüchtig verbellt, Raika an der Spitze. Ganz großer gefährlicher Hund spielen. Und da war da so ein "Dreikäsehoch" ich schätzte ihn auf viielleicht 11 oder 12, der drehte sich ganz lässig zu Raika um und sagte.."ei, bleib cool Hund"..Raika war ganz verdutzt und ich mußte grinsen..wir schauten uns an, er grinste auch- und eigentlich war da die Freundschaft schon geschlossen..

Außer dem bereits erwähnten Jungen handelte es sich um zwei halbwüchsige Mädchen , ich schätzte beide so um 16 rum und eine Frau, etwa Mitte viezig. Wie es im Einzelnen kam, weiß ich gar nicht mehr, jedenfalls jedoch fand ich die Frau auch sehr sympathisch und es wurde uns zur Gewohnheit, uns abends vors Vorzelt zu setzen und ein Glas Rotwein zusammen zu trinken. So erfuhr ich, daß von den drei Kindern eigentlich nur eines ihre Tochter sei. Das andere Mädchen sei aus einem Heim und verbringe die Ferien und auch häufig die Wochenenden bei ihr. Den Jungen - Alex - habe sie erst seid April bei sich im Rahmen eines Projekts unter der Leitung des Jugendamtes Bremerhaven, daß sich "Erziehungsfamilie" nenne. Seine Mutter sei nicht mehr mit ihm fertig geworden und habe sich an das Jugendamt um Hilfe gewandt. Er sei gerade 13 geworden und solle zunächst bis zum 16. Lebensjahr bei ihr bleiben.
Das interessierte mich natürlich sehr, da ich - wie ich bei David schon ausführte - selber mit dem Gedanken gespielt hatte, mich an das Jugendamt zu wenden, um ein Kind in Pflege zu nehmen.  Ich erzählte das der Frau auch - Ursula ist ihr Name. Und sagte auch, der Alex sei doch eigentlich gar nicht so schwierig. Sie schaute mich etwas spöttisch an. Ja, er kann ganz charmant sein. Aber als wir hier ankamen z.B. wollte er nicht aus dem Auto aussteigen, haben Sie das nicht mitbekommen..?? Das fiel mir jetzt wieder ein, bis dahin war ich noch gar nicht auf die Idee gekommen, es könnte einen Zusammenhang geben., denn das hatte sich bitterböse angehört. Doch doch, meinte Ursula dann, so kann er halt auch sein, ich hab ihn dann ganz einfach im Auto sitzen lassen und mich gar nicht um ihn gekümmert. Das wurde ihm dann auch irgendwann zu langweilig.
Im Laufe der Tage freudeten wir uns an und Ursula erzählte mir Einzelheiten von Alex Geschichte, die aber nicht für jeden gedacht sind. Jedenfalls aber war er an keinerlei strukturierten Tagesablauf gewöhnt. Zum Waschen mußte man ihn prügeln und um ihn ins Bett zu kriegen, wäre eine Betäubungsspritze das Beste gewesen. Ich will hier nicht falsch verstanden werden, wenn ich was hasse, dann ist es Gewalt Kindern gegenüber,ich will hier nur das Problem verdeutlichen. Auch Alex und ich wurden gute Freunde. Es stellte sich bald heraus, daß ich etwas Einfluß auf ihn hatte. Wenn ich etwa zu ihm sagte, Alex, machst Du jetzt bitte mal das und das, so funktionierte das fast immer auch. Auf Ursula schien er weniger zu hören. Ja, seufzte sie dann anläßlich einer unserer Rotwein-Abende, er hört auf Männer besser als auf Frauen. Das mit dem Waschen war in diesem Sommer zum Glück nicht das große Problem, es war sehr heiß und Alex war den ganzen Tag am platzeigenen Badesee. Ursula stellte ziemlich strenge Regeln auf, wann Mittagessen, Abendesssen und wann ins Bett - ach so, auch ganz wichtig - kein Fernsehen. ansonsten konnte er eigentlich machen was er wollte, solange es kein Ärger war. Hin und wieder erreichte ich eine etwas großzügigere Auslegung dieser Regeln. Und er durfte sich auch mal bei mir einen Video-Flim anschauen, ich hatte einige mitgebracht von zu Hause. Er ging auch öfters mit mir mit den Hunden spazieren - immer nur der Hundespielplatz das war auf die Dauer auch nichts - und spielte auch mit ihnen.
Nach so ungefähr einer Woche kam es zu einem Vorfall, der mir zeigte, wie sehr er schon an mir hing. Es kann so gegen 22:00 Uhr gewesen sein, als es so etwa 100 Meter weiter auf der Zeltstraße zu einem Streit zwischen zwei Campern kam, Anlaß war wohl das Verhalten eines Hundes, auf den der eine dann losgehen wollte, mit einer Latte und Herrchen wollte seinen Hund verteidigen. Es gab ein gro0es Geschrei und viel Aufregung. Ursula und ich saßen vor meinem Vorzelt, Alex trieb sich irgendwo in der Nähe rum - d.h. wir wußten schon wo, das war eine der striktesten Regeln für ihn er darf überall hin, nur er muß immer sagen, wo er ist - nur ich weiß es jetzt nicht mehr. Der Platzhirsch - der Eigner des Platzes - kam - im Dunkeln und im Sturmschritt - an uns vorbei, worauf natürlich Raika großes Theater machte und ihn verbellte. Er ging daraufhin direkt auf den Hund zu und drängte ihn bis an die Vorzeltwand zurück, worauf Raika natürlich nur noch wütender bellte. Wenn sie ihn gebissen hätte, ich hätte ihr Recht gegeben, Sie war an der Leine und konnte nur bis zur Platzgrenze vor und auf meinem Platz hatte er schließlich nichts zu suchen. Er stürmte dann aber weiter und es gab weiter unten erneut großes Theater. Nach einer viertel Stude etwa kam er dann wieder bei uns vorbei, ich glaube, ich hatte Raika und Bonnie mittlerweile in den Wohnwagen verfrachtet, für die wars eh Zeit für Bett. Er blieb dann vor uns stehen.. "und Sie, brüllte er mich an, wenn Sie ihre Hunde nicht besser im Zaum halten, dann können sie auch gleich Morgen ihre Sachen packen" Ich war völlig sprachlos, ich kannte ihn schließlich schon vier Wochen - besonders freundlich war er ja nie und auch bei seinen Angestellten recht unbeliebt (heute führt diesen Platz jemand anders) aber so etwas.. Weil, wie gesagt sprachlos, sagte ich gar nichts und er zog von dannen. Ursula meinte zu mir, das kannst Du Dir doch nicht gefallen lassen. So etwa in diesem Moment tauchte Alex auf und fragte, was denn los gewesen sei. Ich muß morgen abreisen sagte ich zu ihm. Er bekam ganz große Augen..Neeiinnn, das ist nicht wahr, Du bleibst doch da, Fritz ?? er war ganz offenbar völlig entsetzt.
Nee, beruhig Dich mal, ich bleib schon da, keine Angst. Und zu Ursula sagte ich, das regele ich morgen früh, der Mann war doch total wütend und aufgebracht, sich jetzt mit dem an zu legen, daß wäre bestimmt nicht besonders klug gewesen. Wenn man nicht weiß, was man sagen soll, ist es meist nicht das Dümmste, gar nichts zu sagen. Ich ging dann am nächsten Morgen zu ihm ins Büro. Und sagte zu ihm etwa..also hören Sie zu, sie sind hier der Inhaber, aber ein solches Benehmen wie gestern Abend, das verbitte ich mir. Meine Hunde waren an der Leine, wie es die Platzordnung vorschreibt und wenn sie da im Dunklen vorbeirennen, brauchen sie sich über bellen nicht zu wundern. Außerdem hatte ich Besuch von meiner Nachbarin und ihrem Jungen, sie haben den Kleinen völlig verängstigt. Die ganze Sache war ihm offenbar sehr peinlich er entschuldigte sich und meinte, ja, er wisse selber, das sei nicht richtig gewesen, aber er sei so in Wut geraten und es tue ihm leid. Naja, damit war der Fall erledigt. Aber da war so ein riesig netter Platzwart,offenbar aus dem Osten stammend, Thüringen nehme ich mal an, der erzählte mir in der Folgezeit noch so einige Stories über seinen Chef, der offenbar zu cholerischen Wutausbrüchen neigte. Zurück zu Alex. Es nahte der Tag der Abreise für meine Freunde, ich selber wollte noch eine Woche dran hängen - ich hatte ja alle Zeit der Welt..und wie ich von Ursula erfuhr hatte Alex auch noch eine Woche Ferien. Und er schlich mit immer längerem Gesicht durch die Gegend. Ja, ja, meinte Ursula, erst wollte er nicht aussteigen und jetzt will er gar nicht mehr weg. Typisch. Ich mach Dir einen Vorschlag, laß ihn doch noch ein paar Tage bei mir, ich bring ihn Dir dann nach Bremerhaven. Sie dachte nur kurz nach und war dann einverstanden. Aber, meinte sie wir sagen ihm nichts, ich laß mir da was einfallen. Ich merkte ja, daß Alex immer muffeliger wurde und nahm ihn mir vor. "Hör zu, vertraust Du mir, hab ich Dich schon mal angelogen ?" er schüttelte den Kopf. "Warum bist Du in letzter Zeit so sauer, seid gestern eigentlich ?" "wir fahren in zwei Tagen weg, ich will aber nicht weg." "Paß auf, ich verspreche Dir, wenn Du Dich die letzten beiden Tage noch gut benimmst und nicht den Trotzkopf machst, dann lohnt sich das vielleicht." Natürlich wollte er jetzt unbedingt von mir wissen wieso und warum. "das sag ich Dir nicht. Vertrau mir einfach, versuchs mal, ich versprech Dir, Du wirst mir Recht geben, daß es sich gelohnt hat." Damit kam ich durch bis zum Tag der Abreise, natürlich hatte er immer wieder mal gebohrt und ich sagte dann zu ihm einfach..vertrau mir. Alle packten ihre Sachen, nur Alex stand da rum und rührte keinen Finger, er sollte seine Tasche selber packen, auch sein Zelt in einen Nylon-Sack verfrachten, das ging aber nur dann da rein, wenn man es ganz eng zusammenrollte, so daß keine Luftpolster mehr drin waren, sonst hatte man keine Chance. Ich sah von drüben zu. "Alex, komm mal her !" er kam angetrottet. "Was hab ich Dir denn gesagt, pack gefälligst Deine Sachen zusammen." "Ich kann das mit dem Zelt aber net," maulte er "und was iss jetzt eigentlich, warum sollte ich mich denn die beiden Tage benehmen?" "Was iss denn das für ne seltsame Frage benehmen sollst Du Dich doch eigentlich immer, oder ?? ich hab Dir doch gesagt, Du sollst mir vertrauen" "ja, aber jetzt fahren wir doch gleich und mit dem Zelt, das kann ich wirklich net alleine". Seufz, unter Ursula´s strafenden Blicken half ich ihm dann bei dem Zelt und ich muß sagen, das war wirkllich nicht so einfach. Dazu hätte man Geduld gebraucht und sich richtig Mühe geben müssen. Beide Worte kamen in Alex Sprachschatz nicht vor. Er hätte das nie allein geschafft.
Als dann alles eingepackt war, fing Ursula an, die Packstücke ins Auto zu laden. Es stellte sich heraus, daß für Alex Tasche und auch für ihn selber kein Platz mehr im Auto war. Was machen wir denn da Alex, fragte ihn Ursula, da mußt Du wohl hier bleiben. Alex checkte gar nix und machte ein beleidigtes und gekränktes Gesicht, daß für ihn kein Platz mehr war. Aber Du kannst ja mal vielleicht den Fritz fragen, ob Du noch ein paar Tage bei ihm bleiben kannst. "Oh ja, darf ich, Fritz ?" so ganz langsam dämmerte ihm, das hier ein abgekartetes Spiel ablief. Ursula´s Tochter meinte..."Oh Alex, bist Du blöd" Ihre Mutter hatte sie kurz zuvor eingeweiht. "Klar darfst Du" sagte ich. Die Freude zu sehen, das sind so die schönsten Momente mit Kindern finde ich. Jedenfalls rannte er mich fast um und umarmte mich. Ich nahm ihn bei den Schultern und sagte zu ihm: "Bei der Ursula mußt Du Dich bedanken, schließlich hat sie es erlaubt." Daraufhin bekam sie dann auch eine Umarmung. "Hast Du Blödkopf denn wirklich gedacht, ich würde Dich einfach hier sitzen lassen ? Der Fritz und ich haben das schon vor drei Tagen ausgemacht so." "Und Alex, hat es sich gelohnt ?", fragte ich ihn er nickte nur und strahlte mich an. Die nächsten drei Tage hatte ich überhaupt keine Probleme mit ihm, er war den ganzen Tag am Badesee. Mittags sollte er sich immer für eine halbe Stunde sehen lassen und dann wieder spätestens um sechs am Zelt sein zum Essen. Mittags was zu Essen, dazu war es eh zu heiß. Die größte Überraschung für mich war, daß es auch keine Probleme mit dem Einschlafen gab. Wir saßen dann meist noch nach dem Essen vorm Zelt, gingen noch mit den Hunden raus und er durfte sich einen Videofilm anschauen, das hatte Ursula genehmigt. Er saß danach so gegen 21:00 Uhr noch mit auf dem Vorplatz und spielte mit den Hunden oder unterhielt sich mit mir. Einmal wurde es dann plötzlich still und als ich nach ihm schaute, lag er auf dem Rasen, die Beine noch halb auf der Zeltstraße und war fest eingeschlafen. Es mag so 21.30 gewesen sein. Im gleichen Augenblick rief Ursula an und wollte wissen, wie es uns geht...grins..die Bärenmutter fürchtet um ihr Junges. Wart mal grad, ich muß den Alex erst von der Straße holen...Schock....ich zog ihn ein Stück hoch, damit die Beine nicht mehr in Gefahr waren und deckte ihn mit einer Wolldecke zu, der Rasen war noch immer warm. Als ich Ursula dann erklärte, was ich gemeint hatte sagte sie, na, euch scheint es ja gut zu gehen. Ich konnte ihn danach in den Wohnwagen tragen und ihn ins Bett legen, ohne daß er aufwachte. Am nächsten Morgen beim Frühstück fragte ich ihn dann, sag mal, Du warst ja gestern schnell weg, was treibt ihr eigentlich den ganzen Tag da an dem See ? Wir tauchen um die Wette, wer den größten Stein vom Grund holt, gewinnt. Na dann, kein Wunder...

 Fortsetzung folgt..